1.Rede PoE 02.04.2017

Liebe Freunde des Pulse of Europe!

Ich glaube es so beschreiben zu können:

Ein Herzschlag wird laut und bewegt Tausende! In bisher 11 europäischen Ländern,  94 Städten, einschließlich Aschaffenburg, treffen sich Menschen um für Europa einzustehen. Und dies jeden Sonntag von 14.00h- 15.00h bis zu den Bundestagswahlen. Wir wollen den Puls spürbar machen.

Diese Bürgerbewegung ist unabhängig und überparteilich. Wir bieten deshalb auch keine Plattform für Politiker, sondern wollen den Bürger motivieren sich seiner Verantwortung bewusst zu stellen und diese in kleinen Statements hier am Mikrofon vorzutragen. Ich selbst würde dies ganze auch alsDemokratielabor bezeichnen. Einfach zu seiner Meinung zu stehen, diese selbst vor zu tragen und sich nicht von selbst ernannten Autoritäten vertreten zu lassen.

Wichtig ist für unsere Bewegung, dass wir nicht gegen etwas auftreten, sondern für etwas sind: für den Erhalt eines vereinten und demokratischen Europas.

Als wir uns zusammen setzten und für diese erste Veranstaltung zu planen anfingen, gingen wir von vielleicht 20 -30 Teilnehmern aus. Was ich hier sehe übertrifft alle Erwartungen! Es zeigt, was die Vorstellung eines geeinten, stabilen Europas in uns bewirkt. Nämlich die Notwendigkeit, öffentlich, aber nicht unkritisch, Stellung für dieses Europa beziehen zu müssen. Wir wollen auch junge Menschen und Familien ansprechen und versuchen bei allen das Interesse zu wecken. Wir wollen hier auch über die Verantwortung des Einzelnen reden, Demokratie ist für alle gemacht, nicht perfekt, aber auch keine Selbstverständlichkeit. Man braucht Kontrolle. Nicht weit weg von uns wird der Rechtsstaat ausgehöhlt, wird versucht Pressefreiheit und Gewaltenteilung einzuschränken und der Brexit ist das sichtbare Zeichen, dass das Rad sehr wohl zurückgedreht werden kann.

Die Begeisterung für Europa ist vielerorts einer Überdrüssigkeit gewichen und die europäische Union hat in erheblichen Teilen der Bevölkerung ein Akzeptanzproblem. Die Vorteile der europäischen Union treten in den Hintergrund, weil tatsächliche oder gefühlte Defizite in der Wahrnehmung dominieren. Dies machen sich Nationalisten oder andere Vereinfacher zunutze und stellen den Bestand der Gemeinschaft in Frage.

Wir fordern die pro-europäischen Parteien und Institutionen auf, dem Ernst der Lage entsprechend zu handeln. Es erfordert Sofortmaßnahmen und einen Diskurs über die notwendige Weiterentwicklung der EU.

Wir wollen uns hier an diesem Ort und darüber hinaus damit auseinander setzen.

Vielen Dank!

Helmut Hirte