1. Rede PoE 09.04.2017

Liebe Freunde des  Pulse of Europe

Dies ist heute die 2, Veranstaltung  hier in Aschaffenburg auf dem Theaterplatz und wir freuen uns sehr über Euer zahlreiches Erscheinen!

Wir stehen hier ein für den Erhalt eines vereinten und demokratischen Europas. Doch bei aller Begeisterung für die europäische Union, ist diese nach Auffassung von „Pulse of Europe“- beileibe nicht so, wie sie sein sollte.

In  14 Tagen stehen Wahlen in Frankreich an, wir als Bewegung- als Bürger,  werden nachher eine emotionale und deutliche Botschaft Richtung Frankreich senden, im Sinne von:

Wir sind mit euch befreundet, wir wollen die zivile Grundlage der Europäischen Union erhalten. Wir wollen nie wieder Krieg gegeneinander führen, wir wollen offene Grenzen und wir wollen in Freundschaft zusammen stehen. Das wollen wir immer wieder begründen, und deutlich zeigen.

In diesem Sinne sind wir politisch. Wir versuchen, ganz viele proeuropäische Ideen zu bündeln und wollen nicht spalten. Deswegen treffen wir uns, diskutieren und fordern von der Politik Antworten.

Vor den Wahlen in Frankreich ist dort eine bizarre Situation eingetreten. Es gilt jetzt die Trennlinie „Frexit“. Es geht nicht mehr um die Trennlinie zwischen  rechts und links, sondern zunehmend gegen die EU.

Der einzige Kandidat, der sich noch traut, mit den Errungenschaften und Perspektiven der politischen Integration Europas Wahlkampf zu machen und in seinen Veranstaltungen EU-Sternenbanner schwenken lässt, beansprucht für sich die Mitte: Exwirtschaftsminister Emmanuel Macron.

Der Linke Jean-Luc Mélenchon und auf der Gegenseite die Rechtsextreme Marine Le Pen drohen mit einer „Frexit“-Abstimmung. Beide tragen mit ihrer Taktik der Erpressung durch einen eventuellen Frexit einer widersprüchlichen öffentlichen Meinung Rechnung.

Und ganz offensichtlich ist es für die meisten dortigen  Kandidaten effizienter einen Frexit als Lösung für Frankreichs Probleme zu verkaufen. Ein Sieg der EU-Gegner in Frankreich wäre aber nach dem Brexit wohl der Todesstoß für die Gemeinschaft.

Und am Ende zitiere ich Stefan Reis:

“Pulse of Europe ” ist kein Fordern von Rechten, es ist ein Eintreten für die Pflicht- nämlich zusammen zu stehen; als Einzelner da zu sein für andere. Und zu wissen, dass andere für einen da sind.“

Und das heißt für mich am Ende: Mehr Solidarität zwischen uns und in der EU wagen!

Und jetzt möchte ich noch zu einer Gedenkminute für die Opfer des Attentats in Schweden aufrufen. In Stockholm nehmen die Teilnehmer des Pulse of Europe zu dieser Stunde an der Trauerfeier für diese Opfer teil.

Helmut Hirte

Weiter unten findet Ihr zwei Links zu den Beiträgen vom BR und von Main TV vom Sonntag, 02.04.2017.

 

 

www.br.de/nachrichten/unterfranken/inhalt/pulse-of-europ-aschaffenburg-114.html

www.main.tv/mediathek/video/aschaffenburg-ist-jetzt-pulse-of-europe-stadt

www.primavera24.de/aschaffenburg-ist-jetzt-pulse-of-europe-stadt-galerie/